Wie man unter den Sternen schläft: 4 Tipps zum Biwakieren

Camping

Endlich ein bisschen Freiheit schnuppern!

Du kannst es kaum noch abwarten, wieder raus zu gehen und die Natur zu erkunden. Einfach wieder loszuziehen nur mit Schlafsack und Isomatte? Du willst die Natur und die Freiheit endlich mal wieder in vollen Zügen genießen?

Große Fernreisen sind aktuell noch nicht möglich. Aber gottseidank hat auch Deutschland einiges zu bieten. Sogar mehr, als du bisher gedacht hast. Also warum nicht einfach mal Abenteuer im eigenen Land erleben und zugleich die Umwelt schonen?! Damit du nicht lange suchen musst und jederzeit bereit bist, haben wir schon einmal Tipps und Ideen zum Biwakieren innerhalb Deutschlands für dich vorbereitet und eine spannende Tour in den Allgäuer Alpen für dich rausgesucht.

  1. Übernachten unter freiem Himmel – informiere dich vorher!

Es gibt doch kaum etwas Schöneres als mitten in der Natur unter sternenklaren Himmel die Nacht zu verbringen. Am besten warm eingepackt im Schlafsack. Bevor du es dir im Schlafsack gemütlich machst, solltest du dich vorher erkundigen, wo es überhaupt erlaubt ist wild zu campen. Denn nicht überall und nicht zu jeder Zeit ist Wildcampen erlaubt. Es ist von Land zu Land und auch von Bundesland zu Bundesland teilweise ganz unterschiedlich. Zudem sind viele Grundstücke Privateigentum. Manche Bundesländer in Deutschland verbieten das Wildcamping gänzlich. Daher ist es sinnvoll sich vorher ausgiebig zu informieren, wo es erlaubt und möglich ist.

Nach dem Aufwachen kannst du das Bergpanorama genießen.

Tipp: Wir empfehlen dir, dich vor Ort beim jeweiligen Landratsamt, der Gemeinde oder auch beim Eigentümer zu informieren.

  1. Eine gute Vorbereitung und ein warmer Schlafsack sind das A und O

Welche Ausrüstung du brauchst, hängt natürlich von deinen Plänen für das Abenteuer ab. Auf jeden Fall solltest du vorher das Wetter checken, um keine bösen Überraschungen zu erleben. In den Bergen kann das Wetter allerdings schnell umschlagen. Daher empfiehlt es sich auf jeden Fall ein Tarp gegen unerwarteten Regen oder als Unterlage für die Isomatte – als zusätzlichen Schutz vor Nässe – mit einzupacken. Auch wenn die Nacht trocken und wolkenfrei ist, solltest du dir für nachts warme Kleidung, wie zum Beispiel eine warme Daunenjacke, einpacken, die du im Notfall zusätzlich anziehen kannst.

Welchen Schlafsack du mit auf deine Tour nimmst, solltest du von der Temperatur abhängig machen. Geht es in den Bergen hoch hinaus oder machst du eine längere anspruchsvolle Trekkingtour, empfehlen wir den deuter Daunenschlafsack Astro Pro.

Besonders leicht und kuschelig warm: der Astro Pro.

Bei minimalem Gewicht bietet er optimale Wärmeleistung. Er ist der absolute High-Performance Schlafsack. Der sensible Bereich der Füße ist durch die dreidimensionale Fußbox bestens isoliert und gewährt durch den ergonomischen Schnitt angenehme Fußfreiheit. Alle Daunenmodelle der Astro Pro Serie sind ein bluesign® Produkt und bestehen zudem aus zertifizierter Daune (RDS). Somit lässt er dich auch sorgenfrei schlafen. Wie du den Schlafsack am besten pflegst, erfährst du hier.

  1. Ein guter Platz für einen erholsamen Schlaf

Dein Schlafplatz sollte sich im Optimalfall nicht in einer hohen Wiese oder neben einem Bach befinden. Denn hier wird es nachts häufig sehr kalt und vor allem nass. Also, von einem Bett im Kornfeld – auch wenn es sich romantisch anhört – ist auf jeden Fall abzuraten. Am besten eignen sich Schlafplätze in der Nähe eines Weges oder auf einer Anhöhe, um zum einen im Dunkeln nicht die Orientierung zu verlieren. Zum anderen, weil diese Schlafplätze nachts oft trockener sind. Damit schützt du auch deinen Schlafsack vor Nässe. Möchtest du den Sternenhimmel genießen und den Sternen am liebsten ganz nah sein, dann such dir einen Schlafplatz fernab von besiedelten Gebieten.

Enzian
Achte auf die Pflanzen in deiner Umgebung und hinterlasse keinen Müll.

Deinen Schlafplatz solltest du natürlich immer sauber und ohne Spuren verlassen. Achte auf die Pflanzen, nimm deinen Müll mit und vergrabe deine Ausscheidungen sorgfältig. Für ein Lagerfeuer müssen die geltenden Regeln beachtet werden. Nicht überall und zu jederzeit ist ein Feuer im Freien erlaubt! Von Wildtieren geht in Deutschland und Mitteleuropa generell keine Gefahr aus. Lästig werden meist nur die Mücken. Daher empfehlen wir einen Mückenschutz mit einzupacken. Auch Ameisen können die Nacht schnell zum Tag machen. Deshalb achtet bei der Wahl des Schlafplatzes auch auf Ameisen.

Tipp: Als Anfänger solltest du nicht unbedingt im Herbst oder Winter losziehen, damit es nicht zu kalt wird.

  1. Das solltest du mitnehmen
  • Campingkocher
  • Geschirr, je nach Bedarf
  • Stirnlampe
  • Essensvorräte
  • Feuerzeug
  • Biwaksack/Tarp
  • Müllbeutel
  • Erste-Hilfe-Set
  • Isomatte + Schlafsack
  • Kerze und eine Flasche Rotwein 😉

Die Nagelfuhkette bietet viele schöne Wandertouren

Der Naturpark Nagelfluhkette befindet sich in den Allgäuer Alpen, zwischen der Region Allgäu und dem Land Vorarlberg, am großen Alpsee. Die Bergstation auf 1708 Höhenmeter ist der Ausgangpunkt für viele tolle – längere und kürzere – Wanderungen. Die berühmte Nagelfluh Gratwanderung ist eine mittelschwere Tour, mit rund 600 – 700 hm (je nachdem wo du startest) und ist rund 14 Kilometer lang. Die Tour bietet ein einmaliges Erlebnis zwischen dem Hochgrat bei Oberstaufen und dem Mittag bei Immenstadt, mit einem wunderschönen Blick auf den Alpenhauptkamm.

Thomas Hilger, Head of Product Design & Development, war schon einige Male hoch oben auf der Nagelfluhkette. „Der grandiose Blick in das Voralpenland vom Bodensee bis hin zur Zugspitze, aber auch in den Hauptalpenkamm ist bei guter Sicht wunderschön. Die sehr abwechslungsreiche Überschreitung der Nagefluhkette bergauf und bergab ist spannend und fordernd und mit Sicherheit einer der Highlights im Allgäuer Raum“, erzählt Thomas mit einem Lächeln im Gesicht.

Insgesamt zählt die Nagelfluhkette 14 Berge.

Nach dem 1834 m hohen Hochgrat, der höchsten Erhebung der Nagelfluhkette, werden Rindalphorn, Buralpkopf, Sedererstuiben, Stuiben, Steineberg und schließlich der Mittag überschritten.

„Der Einkehrschwung in der Alpe Obernberg mit der eigenen Käseherstellung ist ein gebührendes Finale bevor es wieder ins Tal nach Immenstadt geht“, beschreibt Thomas, der erst am Wochenende in den Genuss kam.

Sehenswert ist auch das seltene und grobkörnige Gestein Konglomerat, das sich durch kalkige und kiesartige Bindemittel ganz individuell verkittet und formt. Ihr wollt wissen was euch sonst noch erwartet? Hier findet ihr einen spannenden Erfahrungsbericht zweier Genusswanderer. Trittsicherheit ist am Grat auf jeden Fall erforderlich.

Die Überschreitung der gesamten Nagelfluhkette ist nur etwas für trainierte Bergsteiger:

 

Wer lieber in Begleitung wandern/biwakieren möchte, kann auch eine Tour buchen: https://www.wildnisschule-allgaeu.de/wildnis-und-biwakwanderung-im-naturpark

Die abwechslungsreiche Überschreitung der Nagelfluhkette bergauf und bergab setzt absolute Trittsicherheit voraus.

Tipp: Weitere Trekking-Plätze gibt es beispielsweise im Steigerwald, im Spessart, Schwarzwald, der Eifel, der Pfalz, im Elbsandsteingebirge und am Soonwaldsteig (83 km) im Hunsrück. Aber auch hier gilt es die jeweiligen lokalen Regelungen zu beachten!