Weitwandern in den Pyrenäen – auf einsamen Pfaden unterwegs

Deuter Aircontact Lite Still und idyllisch liegen die Seen im Nationalpark Aigüestortes i Estany de Sant Maurici

Wandern auf den Spuren des Adels

Im 19. Jahrhundert lustwandelte einst der europäische Adel in den Pyrenäen. Zeuge davon sind heute noch beeindruckende Gebäude aus Marmor mit stattlichen Säulenhallen und herrschaftlichen Bädern. Eine Kur in den Pyrenäen war damals schick und äußerst beliebt unter Aristokraten. Die rund 430 km lange Bergkette, die Spanien von Frankreich trennt und sich vom Atlantischen Ozean im Westen bis ans Mittelmeer im Osten erstreckt ist heute mehr für atemberaubende Wanderungen und alpine Abenteuer bekannt als für Wellnessaufenthalte. Kletterer, Bergsteiger, und Wanderer kommen auf den über 200 Gipfeln, die über 3.000 m liegen, voll auf ihre Kosten. Die meisten Wege sind immer noch Geheimtipps, nur einige wenige sind viel begangen.

Seltene Tierarten auf einsamen Pfaden: Braunbären, Nerze und Steinadler

In der wildromantischen Gegend der Pyrenäen kann man die atemberaubende Natur der alpin geprägten und doch mediterran anmutenden Bergregion auf teils einsamen und wilden Pfaden genießen. Mit etwas Glück findet man sogar Spuren der Braunbären, die hier noch leben, oder kann einen Europäischen Nerz oder Steinadler beobachten. Am intensivsten erlebt man die Pyrenäen jedoch auf mehrtätigen Wanderungen. Ein gut erschlossenes und dennoch wenig begangenes Netz an Wanderwegen bietet sowohl leichte Wanderungen unterhalb steiler Berghänge als auch anspruchsvolle Touren mit alpinem Charakter für bergerfahrene Sportler. Wer viel Zeit hat, kann sogar mehrere Wochen auf den Weitwanderwegen verbringen und von Hütte zu Hütte trekken. Für den 870 km langen GR10 auf der französischen Seite der Pyrenäen oder den 850 km langen GR11 auf der spanischen Seite benötigt man zwischen sechs und acht Wochen. Eindrückliche Tier- und Pflanzensichtungen sind hier garantiert dabei!

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Schutzhütten oder gar bewirtschaftete Hütten wie diese findet man nicht überall in den Pyrenäen. Eine gute Ausrüstung ist daher äußerst wichtig.

Gute Planung und den Wetterbericht im Blick

Obwohl das Wegenetz in den Pyrenäen durchaus gut ist, sind die Touren nicht unbedingt orientierungsfreundlich markiert, so wie man es aus den Alpen vielleicht kennt. Gutes Kartenmaterial und Kompass sowie ein Sinn für Navigation sind durchaus notwendig, um sich in der schroffen und oftmals abgeschiedenen Gebirgswelt zurecht zu finden. Zudem scheint die Bergregion zwar den Alpen ähnlich zu sein, doch die Infrastruktur an Berg- und Schutzhütten ist eher spärlich und robust ausgebaut. Für Wanderer bedeutet dies, dass jede Tour inklusive Zeitaufwand und Verpflegungsbedarf gut geplant werden muss. Zelt und Schlafsack sowie Kocher und Notfallausrüstung sollten bei Mehrtagestouren auf keinen Fall fehlen.

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Zwiebellook ist angesagt! Mehrere Lagen Kleidung sind Pflicht auf einer Pyrenäentour, um für jedes Wetter gerüstet zu sein.

Das Wetter in den Pyrenäen ist wechselhaft und kann sich vor allem in höheren Lagen und im Sommer schnell ändern. Dazu kommt, dass eine Tour oft in mediterranem Klima beginnt und man in Hochlagen dann auf eisige Kälte und Niederschlag trifft. Man sollte sich deshalb auf unterschiedliche Temperaturverhältnisse einstellen und sich nicht von einem schnellen Wechsel der Witterungsverhältnisse überraschen lassen. Entsprechende Bekleidungsschichten sollten griffbereit gepackt werden. Wichtig ist auch, den aktuellen Wetterbericht immer im Hinterkopf zu haben und eventuell eine alternative Route in niedrigeren Lagen als Ausweichmöglichkeit zu kennen.

Robuster Rucksack für lange Wanderungen

Aufgrund des unsteten Klimas und der begrenzten Infrastruktur des Hüttennetzes sollte man nicht nur auf eine gut sortierte Ausrüstung Wert legen, sondern auch auf einen bequemen, robusten und geräumigen Trekkingrucksack. Für anspruchsvolle TrekkerInnen, die Wert auf hohe Funktionalität und Tragekomfort legen ist der Deuter Aircontact Lite der perfekte Begleiter. Der Aircontact Lite 45+10 SL erfüllt alle Anforderungen, die Frauen an einen funktionellen Trekkingrucksack stellen. Zudem ist seine Passform an die weibliche Anatomie angepasst und ist mit einem kürzeren Rücken, näher zusammenliegenden Schultergurten und konisch geformten Hüftflossen ausgestattet. Seine Qualitäten stellt er seit Jahren in sämtlichen Bergregionen dieser Welt unter Beweis. Er gilt als unkaputtbar und besticht durch seine perfekte Passform. Gerlinde Kaltenbrunner, die erste Frau, die alle 8000er ohne zusätzlichen Sauerstoff besteigen konnte, hat den robusten Aircontact Lite 45+10 SL deshalb immer gerne auf ihren Touren dabei.

Deuter Aircontact Lite 45+10 SL
Der Aircontact Lite 45+10 SL

Durch die perfekte Lastübertragung auf die Hüftflossen, die fließend in die Rückenkonstruktion übergehen, lässt sich auch hohes Gewicht schonend und nah am Körperschwerpunkt tragen. Selbstverständlich passt in den Trekkingrucksack auch alles Nötige rein, von der Bekleidung über Verpflegung und Kocher bis hin zu Zelt und Schlafsack. Für Männer bietet sich der Aircontact Lite 50+10 an.

Landschaft und Kultur der Katharer und Basken erwandern

In den Pyrenäen zu wandern bedeutet auch, vielfältige Landschaften und Kulturen zu erleben. Die Übergänge zwischen mediterraner und alpiner Tier- und Pflanzenwelt bieten einmalige Erlebnisse. Ein Highlight ist sicherlich das Valle de Ordessa, das mit seinen Schluchten an den Grand Canyon erinnert. Auch kulturell bietet die Gebirgsregion einiges. So kann man zum Beispiel auf den Spuren der Katharer wandern und ihre Burgen besichtigen oder an der abwechslungsreichen Atlantikküste die charakterstarke Kultur der Basken erleben.

Nach einer anstrengenden Tour laden die Pyrenäen zu einem Besuch im Spa ein, um sich wie einst der französische Adel zu fühlen. In Bagnères-de-Bigorre, dem ältesten Thermalort der Zentralpyrenäen, kann man sich nach den Herausforderungen einer Mehrtagestour hervorragend auf neue Abenteuer einstellen.

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Nicht gerade ein Spa, aber trotzdem eine Erfrischung wert: ein klarer Bergsee im Nationalpark.

Tourentipp für Einsteiger: In zwei Tagen die Pyrenäen kennenlernen

Der Nationalpark Aigüestortes i Estany de Sant Maurici liegt in Nordspanien in der Provinz Lleida (Katalonien) und gehört zu den spektakulärsten Landschaftsgebieten der Pyrenäen. Der Park zeichnet sich durch kristallklare Wasserläufe und Seen aus. Er bietet Wanderern wunderschöne Ausblicke auf die umliegende Berglandschaft und besticht durch eine große Zahl unterschiedlicher Tier- und Pflanzenarten.

Unsere Tour startet im Ort Espot vor den Toren des Nationalparks. Von dort aus geht es hinauf zum See Sant Maurici. Dieser war Namensgeber für den Park.  Weiter geht es zum Refugi Josep Maria Blanc auf 2.350 m. Die Wanderung dauert ca. 2:45 Stunden und führt durch eine beeindruckende Landschaft. Die Berghütte bietet Platz für 60 Personen in fünf Matratzenlagern. Eine Auswahl an regionalen Speisen und Getränke wird hier ebenso angeboten. Am nächsten Tag geht es um die Hütte in Richtung Pic du Sudorn und zurück nach Espot.

Auf der traumhaften Tour sind die Fotos zu diesem Artikel mit Gerlinde Kaltenbrunner, Kathrin Weber und Ragna Krückels entstanden. Das gesamte Team hat die Landschaft sehr genossen! Viel Spaß beim Erkunden!

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Gerlinde, Kathrin und Ragna genießen einige der schönsten Pyrenäenpfade.